Wie entsteht Stress?

Februar 3, 2018 10:02 am

 

Mit Stress ist es wie mit dem Glück: Jeder weiß, was es ist, aber man kann sich nicht auf eine Definition einigen.

Glück ist für jeden etwas anderes. Stress auch.

Ebenso wie Glück, entsteht Stress nicht durch äußere Einflüsse an sich sondern – und das klingt zunächst vielleicht etwas verrückt – erst durch unsere individuelle Bewertung. Nicht jeder Mensch geht mit Zeitdruck, Aufgabenvielfalt oder Konflikte im sozialen Umfeld auf die gleiche Weise um. Je kritischer wir eine Situation bewerten, desto höher ist das daraus resultierende Stresslevel.

Äußeren Einflüssen begegnen wir mal mehr oder mal weniger gelassen. Entscheidend ist unser Zutrauen, die Situation bewältigen zu können.

Sehe ich die Sache als Herausforderung? -> Das bekomme ich hin! -> mäßiger Stress

Sehe ich es vielmehr als Bedrohung? -> Oh je, das wird nicht gut enden! -> viel Stress

Oder sehe ich es als unlösbar? Da ist nichts mehr zu machen, jetzt habe ich die Bescherung! -> sehr hoher Stresslevel

Wenn Stress entsteht, hilft ein kurzes Innehalten. Ist das jetzt wirklich so? Kann ich es vielleicht auch anders sehen? Welche Ressourcen habe ich, um das Problem anzugehen? Vielleicht wird dann ja aus einem „Oh je, das wird nicht gut enden!“ ein „Das bekomme ich hin!“

Beobachte in den nächsten Tage, wie du gedanklich auf potentielle Stressfaktoren reagierst. Stress ist nichts, was dir passiert. Es ist deine Antwort darauf.

Auch hilfreich: Ein Sprichwort sagt, Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Und die englische Dichterin Elizabeth Browning wusste schon vor fast 200 Jahren: Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.

 

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