SEHNSUCHT versus SICHERHEIT

Februar 5, 2017 10:15 am

 

Wie oft in unserem Leben fühlen wir uns hin- und hergerissen zwischen SEHNSUCHT und SICHERHEIT?

Es scheint oft schwer, diese beiden Bedürfnisse zueinander ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Sehnst du dich nach etwas Neuem in deinem Leben?

 

Möchtest du gleichzeitig Vertrautes und gewohnte Routinen nicht aufgeben? Träumst du zum Beispiel davon, lange zu verreisen, an fremde und wilde Orte zu gehen und gleichzeitig willst du das dir vertraute Zuhause und Umfeld nicht verlassen? Drängt es dich beruflich nach neuen Herausforderungen doch gleichzeitig magst auch die Sicherheit deines festen Jobs? Wünscht du dir in deiner Beziehung neue Impulse und gemeinsame Abenteuer, doch die vertrauten Alltäglichkeiten sind so angenehm bequem?

Wie beides unter einen Hut bekommen? Oder wie die innere Spannung zwischen Sehnsucht und Sicherheit aushalten?

 

Auch wenn Sehnsucht und Sicherheit wie zwei gegensätzliche Pole erscheinen, sind beide positiv und wünschenswert in unserem Leben:

 

Das Verspüren von Sehnsucht ist der Wunsch nach Veränderung und Erneuerung. Beides sind Gesetze des Lebens. Solange wir leben, verändern und erneuern wir uns und solange wir uns verändern und erneuern, leben wir.

Der Wunsch nach Sicherheit spiegelt den Wunsch nach einer Basis, nach Wurzeln wider. Nur aus der Stabilität dieser Basis heraus trauen wir uns, nach Veränderung zu streben und diese zu verwirklichen.

 

Es geht also darum, zu verhindern, dass Sehnsucht und Sicherheit gegeneinander konkurrieren und sich gegenseitig ausschließen. Besser ist es, sie gleichermaßen zu wertschätzen, sie als wünschenswerte Bedürfnisse nebeneinander stehenzulassen.

 

Sehnsucht und Sicherheit müssen nicht immer im völligen Gleichgewicht zueinander sein, vielmehr dürfen sie in Bewegung bleiben.

 

Mal gibst du deiner Sehnsucht nach, mit dem Bewusstsein für deine stabile Basis. Und mal ruhst du in deiner spürbaren Sicherheit und tastest dich von dort an kleine Veränderungen. Balance heißt nicht Stillstand. Es ist wie Fahrradfahren: Nur wenn wir in Bewegung sind, sprich tatsächlich fahren, fallen wir mit dem Fahrrad nicht um.

Sehnsucht und Sicherheit immer wieder neu ausbalancieren und dabei in Bewegung bleiben – vielleicht wackelt es am Anfang etwas, aber es funktioniert :-)

 


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