Psychographie

Der Mensch kennt drei Lebensbereiche: Denken – Fühlen – Handeln. Egal, was wir gerade „tun“, wir bewegen uns in einem dieser drei Bereiche. Auch wenn jede/r von uns denken, fühlen und handeln kann, bevorzugen wir doch einen dieser Lebensbereiche und vernachlässigen zumindest einen der beiden anderen. Nach diesen Bevorzugungen/Vernachlässigungen unterscheidet Dietmar Friedmann Sachtypen, Beziehungstypen und Handlungstypen.

Sachtypen bedenken und überdenken die Dinge gerne. Sie sammeln viele Informationen, beschäftigen sich mit (und verlieren sich teilweise in) Details. Dabei entwickeln sie eine große Ausdauer, benötigen viel Zeit und häufen oft Stapel von Papier oder Büchern um sich an. Sie beobachten lange, bleiben mit ihrer Tendenz zur Unentschiedenheit lange im Denken verhaftet, schieben Entscheidungen lange auf und kommen dadurch nur schwer ins Handeln. Auch in Konflikten bleiben sie lange äußerlich ruhig und explodieren, besonders wenn sie sich nicht ernstgenommen fühlen, spät.

Die emotionalen, auf das Fühlen spezialisierte Beziehungstypen sind kontaktfreudig und schaffen mit ihrer Leichtigkeit im Umgang mit anderen schnell eine lockere und freundliche Atmosphäre. Sie sind gesellig und kommunikativ und haben häufig einen großen Bekanntenkreis. Sie bleiben darin jedoch oft sprunghaft und schwanken durch innere oder äußere Impulse schnell in ihren Stimmungen. Sie sind vielfältig interessiert, es fehlt jedoch immer wieder die Geduld, um Begonnenes strukturiert zu Ende zu führen. Gerne beschäftigen sie sich in der Retter-Rolle mehr mit ihren Mitmenschen, als mit sich selbst.

Handlungstypen sind pflichtbewusste und kraftvolle „Macher“. Tatkräftig übernehmen sie die Führungsrolle, wo andere noch lange überlegen, überzeugen durch laute und deutliche verbale und non-verbale Kommunikation. Zu Gefühlen finden sie nur schwer Zugang, vermeiden Emotionalität, sind jedoch zuverlässige Kameraden. Sie sind hart zu sich selbst aber auch zu anderen und gehen oft über ihre eigenen körperlichen Grenzen. Ihr Gerechtigkeitssinn ist ausgeprägt, sie urteilen jedoch gerne nach ihren eigenen Regeln.

 

Das Angebot der Psychographie ist, sich selbst, die eigenen Muster und immer wiederkehrende Verhaltensweisen besser kennenzulernen. So können Sie mehr über sich selbst und Ihre Interaktion mit Ihren Mitmenschen erfahren. Wann es hilfreich ist, von sich auf andere zu schließen und wann ist genau dieser Gedanke der erste Schritt, einander misszuverstehen? Warum fällt Ihnen manches im Leben so leicht und gelingen Ihnen manche Dinge nur schwer – und natürlich auch: Wie können Sie Ihre typspezifischen Schlüsselpotentiale erkennen, entwickeln und gezielt nutzen? Über dieses eigene Erkennen und das Verständnis für das „Ticken“ der anderen lässt sich die Grundlage für eine neue und bessere Interaktion und Kommunikation in Partnerschaft, Familie, Beruf und allen anderen Lebensbereichen legen.

Die moderne Psychographie (Friedmann/ Winkler) unterscheidet sich von anderen Persönlichkeitsmodellen durch die Fokussierung auf die individuellen Lösungs- und Entwicklungsrichtungen. Dabei geht es nicht um eine Klassifizierung oder gar ein starres Schubladendenken, sondern um die typspezifischen Ressourcen und typenunterschiedliche Entwicklungspotentiale.

 

Möchten Sie mehr über Ihre Persönlichkeitsstruktur, Ihre Stärken und Ihre noch vernachlässigten Fähigkeiten erfahren, vereinbaren sie einen Termin für Ihr individuelles Persönlichkeitsprofil.