Paarberatung ohne Not?

Mai 13, 2018 7:02 am

 

Paarberatung/Paarcoaching – das klingt für viele immer noch nach einer Bankrotterklärung.

 

„Uns geht es doch gut. Das wird schon wieder …“ Kopf einziehen, abwarten, es ist von alleine schlechter geworden, dann wird es auch von alleine wieder besser. Wird es nicht!

 

Wenn Menschen sich verlieben, interessiert es sie wenig, was beim „Sich verlieben“ eigentlich so genau passiert. Ein wenig Biochemie, ein wenig Hormone – der Rest sind Magie, Höhere Mächte, Bestimmung, Seelenverwandtschaft … Liebe ist ein Wunder und Wunder wollen wir gar nicht logisch begreifen, sondern einfach nur genießen. Kommt Alltag in die Liebe, und Gewohnheit in das einst frische Abenteuer, entsteht wohlige Vertrautheit. Die wohnt jedoch gefährlich nahe neben vorhersehbarer Routine und Langeweile.

 

„Uns geht es doch gut. Das wird schon wieder …“ Wird es nicht!

 

Nicht von alleine, nicht ohne Aufmerksamkeit, nicht ohne ein Verständnis davon, woraus die eigene Partnerschaft eigentlich besteht und welchen Dynamiken Liebesbeziehungen naturgemäß unterliegen.

Jetzt! ist der richtige Zeitpunkt für eine Paarberatung. Wenn Paarberatung nicht (bzw. nicht nur) als allerletzte Krisenintervention gesehen wird, sondern als Investition in eine Beziehung, die noch immer gewollt ist, die in vielen Bereich noch immer gut funktioniert.

Klar wird es oft auch als Risiko gesehen, gerade dann mit einer ganz neuen Art von Beziehungsarbeit zu beginnen.

 

„Sollen wir wirklich jetzt dahinfassen? Macht das die Situation nicht noch schlimmer?“

 

Beziehung braucht Ehrlichkeit. Es ist leicht, ehrlich zu sein, wenn alles gut läuft. Doch Ehrlichkeit ist ganz besonders dann wichtig, wenn die Beziehung sich verändert. Nur dann ist gemeinsame Veränderung möglich. Ehrlichkeit verhindert Machtspiele. Und Machtspiele sind – ganz ehrlich – der Anfang vom Ende.

 

Es ist oft zu spät, aber niemals zu früh, für eine Paarberatung.

 

Bei Paaren, denen der Ausweg aus einer dann schon existenziellen Krise nicht mehr gelingt, fällt nämlich viel zu häufig resigniert der Ausspruch: „Ich wünschte, wir wären früher hergekommen. Damals, als wir uns noch geliebt haben.“

 

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