Glaubenssätze – Leitsätze oder Leidsätze?

April 28, 2018 4:03 pm

 

Spannend war’s beim Seminar: Glaubenssätze – Leitsätze oder Leidsätze? Glaubenssätze, was sind das eigentlich? Hier ein kleiner Auszug aus dem Einstieg in den Abend.

 

Glaubenssätze sind mein ganz persönliches Regelwerk, darüber, wie das Leben funktioniert.

 

Glaubenssätze erklären mir, was ich (bzw. man) im Leben tun oder lassen sollte, was richtig und falsch ist, wie Menschen sind, die Dinge und die Welt funktionieren und tragen oft uraltes Wissen in sich. Wissen? Naja, wohl eher gefühltes Wissen.

Ich darf mich selbst nicht so wichtig nehmen.
Männer können nicht über Gefühle reden.
Frauen sind das schwache Geschlecht.
Geld verdirbt den Charakter.
Von nichts kommt nichts.

Glaubenssätze entstehen durch Nachahmung, werden in sozialen Systemen wie Familie, Institutionen, Religionen, Vereinen, Parteien usw. geprägt und von Generation zu Generation weitergegeben. Zumeist werden so die Glaubenssätze anderer ungefragt und oft unbewusst in das eigene Regelwerk übernommen.

 

Limitierende Glaubenssätze sind in der Regel stark verallgemeinert und einseitig. Sie engen unsere Handlungsmöglichkeiten ein, beschränken uns in unseren Entfaltungsmöglichkeiten und verhindern neue positive Erfahrungen.

 

Wir können unser Denken ändern!

Unsere Glaubenssätze, also das, was wir glauben und denken, sind unsere Überzeugungen. Unsere Überzeugungen erzeugen unsere Gefühle und unsere Emotionen. Die Art und Weise, wie und was wir fühlen, bestimmt unsere Handlungen. Unsere Handlungen, das was wir tun, beschert uns entsprechende Ergebnisse.

 

Beispiel gefällig?

Meine Überzeugung – das was ich glaube und denke:
Von nichts kommt nichts.
Mein Gefühl/Emotion – was ich fühle:
Puh, ich muss mich immerzu anstrengen. Ich darf nie nachlassen. Ich muss immer alles geben. Wenn ich nachlasse, werde ich bald mit leeren Händen dastehen. Das macht mir Angst. Ich fühle mich minderwertig und unzulänglich. Ich bin nie genug.
Meine Handlung – was ich tue:
Ich bin ständig unter Strom, arbeite unentwegt, gönne mir kaum Pausen. Ich will alles richtig machen und ich muss viel machen. Da lässt mich verkrampfen, dadurch mache ich Fehler. Ich habe keinen Spaß an meiner Arbeit. Mit fehlt jegliche Kreativität und Leichtigkeit. Egal – nur nicht nachlassen! Ich bin verunsichert liefere schlechte Arbeit ab.
Mein Ergebnis:
Die fehlende Lockerheit und die große Unsicherheit schlagen sich in meiner Arbeit nieder. Durch den ständigen Druck mache ich Fehler, die ich aufgrund des Zeitmangels nur schlampig korrigieren kann. Im Beruf verliere ich jegliche Souveränität und werde für Kollegen und Vorgesetzte leichter angreifbar.
Meine neue Überzeugung – das was ich glaube und denke:
Ich muss noch mehr geben um bessere Ergebnisse zu erzielen. Es stimmt schon: Von nichts kommt nichts.

 

Die gute Nachricht ist: Wir können unsere Überzeugungen ändern :-)

 

Wie wäre es mit einer neuen Überzeugung? Was ich glaube und denke:
Ich gebe mein Bestes und vertraue darauf, dass ich meine Sache so gut wie möglich mache!
Mein neues Gefühl/Emotion – was ich fühle:
Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Es gibt Tage, an denen ich sehr gute und Tage an denen ich gute Leistungen abliefere. Ich bin motiviert, jeden Tag mein Bestes zu geben, denn ich sehe und anerkenne meine Erfolge und das gibt mir Ruhe und Zufriedenheit. Ich mache mich nicht klein, wenn es einmal nicht so gut läuft, denn ich weiß, dass morgen ein neuer Tag ist.
Meine neue Handlung – was ich tue:
Ich habe Freude an meiner Arbeit. Mein Umfeld spürt das und unterstützt mich gerne. Ich handle in größtmöglicher Sicherheit und bleibe dadurch flexibel und freundlich.
Mein neues Ergebnis:
Ich liefere verlässliche Ergebnisse ab. Mein Selbstvertrauen ermöglicht mir, sowohl Kritik als auch Lob anzunehmen und mich dadurch zu verbessern. Meine Kollegen und Vorgesetzten sehen, das ich mein Bestes gebe und erkennen dies wertschätzend an.
Meine neue Überzeugung – das was ich glaube und denke:
Ich gebe auch weiterhin mein Bestes und vertraue darauf, dass ich meine Sache so gut wie möglich mache. Das erfahre ich immer wieder!

 

Probiere diesen Kreislauf der Überzeugungen-Emotionen-Handlungen-Ergebnisse-Überzeugungen an einigen deiner Glaubenssätze aus. Welche Überzeugungen sind für dich limitierend und durch welche neuen Überzeugungen kannst du diese ersetzen?

Der Volksmund hat übrigens für beide Seiten unzählige Sprichwort geprägt:

Ohne Fleiß kein Preis. – Ein blindes Huhn findest auch mal ein Korn.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. – Besser spät als nie.
Ordnung ist das halbe Leben. – Nur das Genie beherrscht das Chaos.

 

Welche geflügelten Worte – negativ wie positiv – fallen dir ein?

Was sind deine Glaubenssätze?

 

Hast du Interesse an einem Seminar zum diesem Thema und möchtest du lernen, wie du deine limitierenden Glaubenssätze entlarven, sie selbst Schritt für Schritt auflösen und in neue positive Glaubenssätze umwandeln kannst? Dann schreibe mir eine E-Mail! Ich werde dieses Seminar mit vielen hilfreichen Tipps und ausführlichen Anleitungen in Kürze erneut in meiner Praxis in Erlangen anbieten.
 

 

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