Ein Leben in Fülle

November 16, 2018 10:19 am

 

Fülle … ist ein „altes“ Wort und kommt in unserem modernen Sprachgebrauch eher selten vor.
Im ursprünglich religiösen Kontext bedeutet ein Leben in Fülle soviel wie ein zufriedenes Leben.
Aha – zufrieden… in Frieden … friedlich …

In der Fülle zu leben bedeutet:

 

Alles, was wir brauchen, um mit uns und mit unserer Umwelt zufrieden zu leben,
in uns selbst zu tragen.

 

Wertschätzung, Geborgenheit, Zuversicht, Liebe, Vertrauen, Achtsamkeit – all das in Fülle zu haben, so viel zu haben, dass wir es gar immer wieder verschenken können, ohne dass es in uns versiegt – das ist Fülle!

 

Ein Geben aus Fülle ist ohne Erwartung an eine Gegenleistung. Es ist ja bereits genug von allem da.

 

Anders ist das Geben aus dem Mangel. Denn im Mangel fehlt etwas, sind wir bedürftig und so erwarten wir beim Geben etwas zurück. Mehr noch, wir sind auf eine Gegenleistung angewiesen. Das Geben im Mangel wird zum Tauschgeschäft. Ein Tauschgeschäft mit Bilanzierung.

Ich gebe dir Sicherheit, wenn du mir Wertschätzung gibst.
Ich gebe dir Wertschätzung, wenn du mir Liebe gibst.
Ich gebe dir Liebe, wenn du mir Respekt gibst.

 

Ein Geben aus dem Mangel ist immer unbefriedigend. Es bringt uns keinen Frieden.

 

Es bleibt in diesem Tauschhandel stets etwas offen. Häufig wird dieses Ungleichgewicht erst nach Jahren spürbar. Streitende Ehepaare, frustrierte Eltern, überforderte Töchter und Söhne, enttäuschte Freunde …

 

Ein Leben in Fülle ist nur dann möglich, wenn wir alles, was wir brauchen, um mit uns und unserer Umwelt in Frieden zu leben, in uns selbst tragen.

 

Unser innerliches Füllhorn lässt sich nicht von außen speisen. Es nährt sich von innen. Wenn wir es nähren.

 

Was ist dir in deinem ganz persönlichen innerlichen Füllhorn besonders wichtig?
Wie nährst du es?

 


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