Das Stoppelfeld der Vergänglichkeit

Oktober 21, 2017 8:52 pm

Der Sommer ist vorbei und der Herbst nicht mehr zu verleugnen. Die Felder sind längst abgeerntet, nur noch vereinzelt zeugen riesige Strohballen von der Fülle des Sommers.

 

Wohin der Blick auch fällt, sehen wir blumenleere Wiesen, brache Äcker und Stoppelfelder. Wir sehen die Leere doch wir sehen nicht, dass das, was da einst war, noch immer ist.

Für gewöhnlich sieht der Mensch nur das Stoppelfeld der Vergänglichkeit;
was er übersieht, sind die vollen Scheunen der Vergangenheit.
Im Vergangensein ist nämlich nichts unwiederbringlich verloren,
vielmehr alles unverlierbar geborgen.                                      (
Viktor Frankl)

Es ist wunderbar, wie Viktor Frankl hier den Blick auf Vergangenes ins Gegenteil wendet. Statt: Es ist alles weg! ein: Es ist alles da! Liegt im unwiederbringlich Verlorenem ein großer Schmerz und tiefe Trauer, zeigt sich das unverlierbar Geborgene als ein kostbarer Schatz.

Was ist dein kostbarer Schatz des vergangenen Sommers? Was hast du in diesem Jahr bereits geerntet und ist damit für dich unverlierbar geborgen?

 

Viktor Frank hat eine sehr bewegte und bewegende Lebensgeschichte. Er ist der Begründer der Logotherapie (von griech. lógos „Sinn, Gehalt“ und therapeúein „pflegen, sorgen“) und widmete sein Leben der menschlichen Sinnsuche.

 

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