Das Leben ist wundervoll, aber …

Februar 24, 2018 10:22 am

 

Das Leben könnte ja so wundervoll sein! Voller Abenteuer, Leichtigkeit und Gelassenheit. Wenn, ja wenn da nicht diese Erwartungshaltungen wären.

Wir erwarten, das das Leben so oder so ist, Dinge sich auf eine ganz bestimmte Weise entwickeln, Menschen sich uns gegenüber nach unseren Vorstellungen verhalten. In unserem Kopfkino sieht der Idealfall ja noch ganz gut aus. In der Realität verursachen unsere Erwartungshaltungen jedoch nichts anderes als Leid.

 

Das Leben läuft selten ganz genau so, wie wir uns das vorstellen.

 

Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass es das Leben schlecht mit uns meint. Das Leben hat weder gute noch schlechte Absichten mit uns. Das Leben ist das Leben. Punkt. Gut oder schlecht – ist, was wir daraus machen.

Du erwartest, dass sich andere Menschen nach deinen Vorstellungen verhalten? Bist du bereit, dich nach den  Erwartungen anderer zu verhalten?

Du erwartest, dass andere dich mögen, schätzen, bestätigen, lieben? Und zwar immer und für alles? Menschen sind unterschiedlich, haben Ecken und Kanten, Fähigkeiten und Verletzungen. Sie haben die Freiheit, selbst über ihre Gefühle zu anderen zu entscheiden.

 

Du erwartest, dass andere dich glücklich machen? Das ist deine eigene große Lebensaufgabe!

 

In Erwartungshaltungen stecken „warten“ und „halten“. Auf den anderen warten, statt dein Leben selbst(bestimmt) zu gestalten. Damit nimmst du dir selbst jegliche Bewegungsfreiheit, du schränkt deine Handlungsmöglichkeiten ein, statt sie zu erweitern. An der Vorstellung festhalten, ja sich daran klammern, der andere müsse genau so agieren, wie es für dich gut ist. Dieses „festhalten“ nimmt dem Gegenüber jegliche eigene Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit. Ist das dem anderen gegenüber fair?

 

Vier Gedanken, die dir helfen, ganz bei dir selbst zu bleiben:

DU BIST GENUG! Du brauchst andere nicht, um dich zu bestätigen oder aufzuwerten. Du bist schon genug!

Was andere Menschen sagen und tun, hat sehr viel mit ihnen zu tun, weniger mit dir.

Deine Mitmenschen tun die Dinge für sich und nicht zwingend gegen dich.

Sei du selbst und lass die anderen anders sein. 

 

Nimm dir kurz Zeit und schreibe drei Personen auf, denen gegenüber du in deinem Leben besondere oder besonders hohe Erwartungshaltungen hast. Was genau erwartest du?

Welches Bedürfnis steckt hinter deiner Erwartungshaltung?

Wie kannst du selbst für die Erfüllung deiner Bedürfnisse sorgen?

 

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